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GPS Trackdaten für Vorderen Unütz                        

 

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Vorderer Unnütz 2077m und Hochunütz 2075m

 

                            Das ungleiche Brüderpaar am Achensee

 

 

letzte Aktualisierung am 12.04.2004

 

Der Vordere Unnütz liegt am Achensee und ist nicht nur bei Skitourengehern und Wanderern ein beliebtes Ausflugsziel, sondern mittlerweile auch bei Paraalpinisten. Kein Wunder denn der Startplatz unterhalb des Gipfels ist mindestens so groß wie ein ganzes Fußballfeld und dazu noch mit idealer Neigung.

Ausgangspunkt ist der Fischerwirt (920 msl) direkt am Nordende des Achensees. Wer tageszeitlich nicht zu spät dran ist, findet hier auch immer einen Parkplatz, später wird das etwas schwieriger. Von hier führt der Weg durch einen kleinen Tunnel unter die Bundesstrasse hindurch und durch lichten Lärchenwald in Richtung SO bis zu Köglalm auf 1431 m Meereshöhe. Nach etwa 100m Schotterstrasse zweigt der Weg rechts  ab (Wegweiser) und man verlässt das Almgelände in Richtung Kögljoch. Ab da geht's in  Richtung N, erst durch  Wald  später durch Latschenfelder bis auf ca. 1900 msl.  Das Gelände wird nun etwas flacher und man  kann schon das Gipfelkreuz und den herrlich Startplatz sehen.  Ab da braucht der Normalgeher noch ca. 20 - 25 Minuten bis zum Gipfel und für den gesamten Höhenunterschied  von knapp 1150 Höhenmeter etwa 2 1/2 bis 2 3/4 Stunden.

Wie schon erwähnt, ist der Startplatz riesengroß und die ideale Windrichtung  ist SW - NW. Man kann aber auch südlich des Gipfels Richtung Osten starten. Oder man steigt etwa bis auf 1870m msl. ab, hier gibt es noch mal einen Startplatz in Richtung SO. 

Der Weststartplatz liegt bei starken hoch reichenden Talwind, und dies kann auch noch im Herbst der Fall sein,  im Lee. Dieses Lee entsteht durch den Grat der sich vom nördlich liegenden Hochunnütz bis fast ins Tal hinunterzieht. Das gleiche gilt auch bei starken NW - N Wind. Die Leesituation ist nicht ganz einfach zu erkennen. Wenn es soweit ist schläft der überregionale Wind meist ein und in der Folge kommt die Luftströmung aus uneinheitlichen Richtungen in uneinheitlicher Stärke. Dies ist ein sicheres Zeichen, dass die Turbulenzen des Tal- oder Nordwindes den Startplatz erreicht haben. 

In diesem Falle ist also Vorsicht geboten. Nach dem Start auf keinem Fall rechts in den Graben fliegen, sondern zuerst mal durch die Waschküche hindurch hinaus in Richtung Talmitte  und dann rechts um diesen Grat herum. Dort steht der Talwind dann gut an und man kann bis über den Hochunütz aufsoaren.

Offiziellen Landeplatz gibt es keinen, aber ab Ende Mai gibt es meist schon gemähte Wiesen die man zur Landung benutzen kann. Windfahnen stehen am Campingplatz am Nordufer des Achensees.

 

Info Vorderer Unnütz

 

Lage Österreich, Bundesland Tirol, Achensee
Ausgangspunkt Achensee Nordufer, Fischerwirt
Stützpunkte in den Sommermonaten Ausschank an der Köglalm
Höhenunterschied knapp 1150 HM
Startrichtung SW - NW und O  auf ca. 1850m
Karten Kompasskarte Nr. 27 Achensee Rofangebirge
Örtlich Flugschule Gleitschirmschule Achensee Tel. 0043 (0) 5243 20134
Bergwacht 0043 (0) 5243 5229

Bitte beachten:

Die Flugschule Achensee bietet unter dieser PDF-Datei sehr gute Tipps für das ganze Fluggebiet Achensee, angefangen von allen Bahn- Startplätzen über Ländeplätze, Flugbeschränkungen, Talwindsysteme und dgl. Es lohnt sich einen Blick hineinzuwerfen.  

Fotos vom Weststartplatz Vorderer Unnütz (anklicken)

Hochunnütz 2075m

Während der Aufstieg zum Vorderen Unnütz eher langweilig und sehr sonnig ist, bietet der Hochunnütz wesentlich mehr Abwechslung und vor allem durch seine west-nordwestliche Ausrichtung sehr viel mehr Schatten. 

Ausgangspunkt ist der Parkplatz einer stillgelegten Sommerrodelbahn an der Achensee Bundesstraße in Achenkirch, schräg gegenüber vom Posthotel Achenkirch auf einer Seehöhe von 923m msl. Der Weg führt zuerst wenige Meter über eine Forststrasse in Richtung Norden und zweigt dann rechts von der Strasse ab. Weiter über eine Lichtung und später wieder durch Wald erreicht man einer knappen Stunde die Zöhrer Alm. Diese ist in den Sommermonaten geöffnet bzw. bewirtschaftet. Ab hier beginnt eine schöne abwechslungsreiche Wanderung über steiles und z.T. felsiges Gelände. Der Weg bzw. Steig ist leicht erkennbar und  nicht zu verfehlen. Auf einer Höhe von ca. 2000m kommt man zu einem Kreuz  zwischen dem Hinteren- und dem Hochunnütz. Hier geht es erstmal wenige Höhenmeter bergab in Richtung Süden dann noch mal gut 100 HM bergauf zum Gipfel des Hochunnütz.

Nicht nur beim Aufstieg sondern auch beim Startplatz haben die beiden Brüder wenig gemeinsam. Während der Vordere Unnütz mit wunderschönen Startplätzen aufwarten kann, ist der Hochunnütz diesbezüglich sehr viel sparsamer. Die Startmöglichkeit unterhalb des Gipfels in Richtung Westen ist sehr steil. Besonders die leichten Bergsteigerschirme bleiben schlecht liegen und außerdem ist das Gelände auch etwas mit Felsen durchsetzt. Wenige Höhenmeter unterhalb des Gipfels in nordwestlicher Richtung bietet sich eine Möglichkeit in südwestliche Richtung zu starten. Dieser Startplatz ist sehr viel flacher und besser geeignet.

Die Wiese entlang des Aufstiegsweges in Richtung NW entpuppt sich als nicht besonders geeigneter Startplatz da sie zu flach  und mit zu vielen Steinen gespickt ist. Die Verhältnisse müssten für diese Startrichtung von Windrichtung und Stärke absolut ideal sein um gefahrlos in die Luft zu kommen. 

Letztendlich bleibt nur der Start in westliche bzw. südwestliche Richtung. Nach dem Abheben lauert auch hier die Leefalle die durch den Grat rechts vom Graben verursacht wird. Je nach Stärke des Talwindes ist dieses Lee mehr oder weniger ausgeprägt. Da dieser Graben aber zumindest im oberen Teil erstmal durchflogen werden muss ist es wichtig das Einsetzen des Talwindes genau zu beobachten. Dies erfordert etwas Gespür und Beobachtungsgabe. Wer sich dabei unsicher ist sollte lieber etwas früher starten.

Thermisch ist der Hochunnütz seinem Bruder im Süden weit überlegen. Er gilt auch als Höhentankstelle für die Streckencracks vom Wallberg in Richtung Süden. Nach einsetzen des Talwindes kann man problemlos an der Nordwestseite des Grates bis über Gipfelhöhe aufsoaren und dann in den Ablösungen von der Südwestseite bis zum Anschlag weiterkurbeln. 

Offiziellen Landeplatz gibt es keinen, aber ab Ende Mai gibt es meist schon gemähte Wiesen die man zur Landung benutzen kann. Windfahnen stehen am Campingplatz am Nordufer des Achensees.

 

 

Info Hochunnütz

 

Lage Österreich, Bundesland Tirol, Achensee
Ausgangspunkt Parkplatz Sonnberglift (Lift und Sommerrodelbahn ist nicht mehr in Betrieb)
Stützpunkte in den Sommermonaten Ausschank an der Zöhreralm
Höhenunterschied knapp 1150 HM
Startrichtung SW - W
Karten Kompasskarte Nr. 27 Achensee Rofangebirge
Örtliche Flugschule Flugschule Achensee