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                                                                                EVEREST von Swing

 

 

Schon seit einigen Jahren tüftelt die Firma SWING an einem gewichtsreduzierten Schirm für Piloten die Wert auf gewichts- und volumenoptimierte Ausrüstung legen.  heißt das Ergebnis und Pate stand dabei der Einsteigerschirm AXIS 3. (Testbericht im Maiheft 2004 von Fly and Glide). Den Everest gibt es in 4 Größen und deckt einen Gewichtsbereich von 55 bis 125 kg ab. Die Flüge für das Gütesiegel der  DHV Klasse 1 sind lt. Fa. SWING abgeschlossen,  lediglich die Belastungstests fehlen noch. Nach Angaben des Herstellers hat der Everest hervorragende Thermikeigenschaften und ein besonders ausgewogenes Startverhalten, und soll nicht nur den Einsteiger, sondern auch den erfahrenen sicherheitsbewussten Piloten ansprechen, der entspanntes Fliegen genießen will. Der Everest der Größe 26 (80 - 110 kg) bringt lt. Datenblatt ein Gewicht von 4,6 kg auf die Waage und muss sich in diesem Punkt von der Konkurrenz auf keinen Fall verstecken. Die Schirme werden voraussichtlich ab Anfang bis Mitte Mai 2004 erhältlich sein.

 

17.05.2004

Die Fa. SWING war so freundlich mir einen EVEREST für ein paar Wochen zum Testen zu Verfügung zu stellen. Und ich muss sagen ich bin nach den ersten Flügen angenehm überrascht. Der EVEREST  gehört in jedem Fall zu den Topgräten unter den Bergsteigerschirmen. Beginnend bei der Verarbeitung: Hierzu kann man nur sagen, diese ist nahezu perfekt, wobei ich von SWING auch gar nichts anderes erwartet habe.

Das Startverhalten ist, wie es sich auch für einen 1er Schirm gehört, sehr einfach. Der Flügel steigt auch ohne Impuls sauber bis zum Scheitelpunkt ohne dabei darüber hinaus zu schießen. Im Flug hat mir der EVEREST besonders gut gefallen. Ich hatte den Eindruck, dass er im Trimmspeed etwas schneller ist, als die Konkurrenz. Steuerimpulse werden sofort umgesetzt wobei der Steuerdruck in den ersten 15-20 cm eher leicht ist dann aber stark zunimmt. Mit Gewichtverlagerung im Zusammenspiel mit ein paar % Bremse lässt sich der EVEREST sehr flach in der Thermik drehen. Provozierte Klapper sind im Trimmspeed so gut wie nicht zu erfliegen. Erst im Vollspeed konnte ich dem Everest einen ca. 40 %igen Klapper entlocken. 

Abstiegshilfen wie Ohren anlegen oder B-Stall sind völlig unproblematisch. Mit der Steilspirale sind sehr gute Sinkwerte zu erfliegen. Um bei einer knackigen Spirale ein schöne Ausleitung zu erzielen muss die Innenbremse, kurz vor der Rückkehr des Flügels in den Scheitelpunkt, noch mal gefühlvoll etwas nachgedrückt werden.  

Bei den Tragegurte wird ein gewichtsoptimiertes und mit Kevlar verstärktes 12mm breites Gurtband mit hoher Traglast eingesetzt.

Der Packsack ist recht bequem zu tragen. Für kleine Touren bis 1000 HM eignet er sich recht gut, für Hochtouren ist aber auch er noch keine Alternative zum ausgereiften Bergsteigerrucksack.

 

 

weitere Fotos vom EVEREST findet ihr hier.

Wer gerne seine Frau / Freundin, einen Bekannten oder einen zahlenden Gast mit  zu Fuß auf den Berg nimmt, kann sich auf den  EVEREST - Twin  freuen. Der "EVEREST - Twin" ist somit der erste Leicht-Tandem mit einer Zulassung bis 165 kg.